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Walter Moers

Den Käpt'n habe ich auch gelesen, die "Stadt" ist zumindest mal auf dem amazon-Merkzettel... von diesem Buch habe ich gehört, dass es eine Art "Liebeserklärung" an das Lesen bzw. an Bücher an sich sein soll.

Der Blaubär las sich dank dem unkomplizierten Plauderton der Erzählweise angenehm locker und zügig. Teils albern, teils bizarr und immer lustig - die 13 1/2 Leben waren ein richtiger Lese-Leckerbissen! Das Buch steckt einfach voll phantasischer (wirklich unvergleichlicher!) Ideen und die Wortspiele (z.B. in der Namensgebung von Charakteren/Orten) sind schlicht genial!

Ansatzweise wohl vergleichbar mit Pratchett, wobei mir dessen scharfsinniger, tiefer schürfender Humor und der oft sozial-/gesellschafts-philosophische Hintergedanke bei Moers fehlen (zumindest im Blaubär, die andern kann ich dahingehend ja -noch- nicht beurteilen).
 
Ich habe das Buch gelesen und die Hörspiele gehört und bin grosser Moers Fan. Am besten fande ich den grossen Wald und die Waldspinnenhexe, ist auch im Hörspiel sehr gut rübergekommen! Und dann sein Leben in Atlantis, das war noch mal so eine geballte Ladung Moersscher`Kreativität, allein die Völker und Rassen die sich da tummeln... toll!
Und Prof. Dr. Abdul Nachtigallers Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung, was für eine abgefahrene und genial umgesetzte Idee!
Eines der besten Bücher die ich gelesen habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob es das Lexikon auch mal bei uns zu kaufen gibt und nicht nur in Zamonien? :elkgrin:

Das Hörspiel hab ich noch nicht gehört, aber da ja jeder davon zu schwärmen scheint, muss ich es wohl doch mal irgendwo auftreiben.


Ansatzweise wohl vergleichbar mit Pratchett, wobei mir dessen scharfsinniger, tiefer schürfender Humor und der oft sozial-/gesellschafts-philosophische Hintergedanke bei Moers fehlen (zumindest im Blaubär, die andern kann ich dahingehend ja -noch- nicht beurteilen).

Ehrlich gesagt, von Pratchett bin ich gar kein Fan. Ich hab mal ein Buch von ihm versucht, aber nach der Hälfte des Buches musste ich es wieder weglegen, weil ih absolut nichts damit anfangen konnte (ich glaub, "der fünfte Elefant" oder so hieß das Buch). Also da ist mir Moers eigentlich tausendmal lieber.
 
Zu kaufen habe ich es noch nicht gesehen, aber im www. schon u.a. hier: Doktor Abdul Nachtigallers Lexikon: Startseite
Mit Pratchett geht es mir wie dir, wobei ich ihn vor Ewigkeiten mal versucht habe , möglicherweise würde ich heute anders zu seinen Büchern stehen, vielleicht besorge ich mir noch mal eins... wobei ich sie, wie Myth ja erwähnt hat, im Ansatz schon vergleichbar finde, aber ebend auch nur im Ansatz.

Woran arbeitet Moers eigentlich grad aktuell, ist ein neues Werk in Aussicht?
 
Ich weiß nur, dass sein neuestes Buch jetzt erst rauskam.
"Der Schrecksenmeister"
Und das soll wohl nicht ganz so toll sein, hab ich gehört.
Jedenfalls wird es wohl jetzt erstmal wieder ne Weile dauern, bis er was neues herausbringt.
 
Ich habe das Buch noch nicht, wollte mir es aber kaufen...
Dann wird man schon sehen, ob es an die anderen herankommt - obwohl ich das persönlich ja bezweifle...
 
Ich hab vor kurzem ein Buch von Moers entdeckt, von dem ich bisher noch nicht mal wusste, dass es das gibt:
"Wilde Reise durch die Nacht"
In dem Buch hat Moers sich an den Bildern des Künstlers Gustave Dorè orientiert und daraus eine geschichte gemacht:
Gustave, ein 12 - jähriger Junge steht dem Tod gegenüber. Dieser will natürlich Gustave Seele, doch eine Chance, sein Leben zu retten, bleibt Gustave: Er muss innerhalb einer Nacht sechs Aufgaben lösen, z.B. eine Jungfrau aus den Klauen eines Drachen retten, einen Wald voll bösartiger Gespenster durchqueren, usw.

Ich hab das Buch erst angefangen, aber man merkt sofort, wer der Autor ist :smile: Skurrile Begebenheiten, fantasische Erlebnisse, witzige Charaktere.

Die Bilder sind selbstverständlich ganz anders als man es von seinen bisherigen Büchern kann, weil er ja eben die Werke eines anderen Künstlers nutzt. Bin den Bildern schon ganz verfallen :elkgrin:
 
Kann ich dir leider nicht sagen. Da es mich in der Bibliothek und nicht in der Buchhandlung angesprungen hat :smile:

Hab es übrigens an einem Tag durchbekommen und bin begeistert von dem Buch. Um Längen besser als "Ensel und Krete" :spitze:
 
Rumo und die Wunder im Dunkeln
Gerade habe ich die letzte Seite fertig und bin begeistert!
Rumo der Wolpertinger den man bereits aus "Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär" kennt ist in dieser Geschichte die Hauptfigur und befindet sich natürlich schnell in einem unglaublichen Abenteuer, so unglaublich wie es nur durch Moers Feder möglich ist. Es ist das Buch mit den meisten Kämpfen und dementsprechend auch mit der grössten Menge an Blut was fliesst von Moers.
Die Figuren und Personen sind wieder genial, genau wie ihre Beschreibung. In diesem Werk lässt der Autor den Leser bei den wesentlichen Personen jedes mal kurz einen Blick in dessen Biografie werfen. Bei der ersten Figur hat mich das noch etwas verwirrt, weil auf einmal eine ganz andere Geschichte aufmacht wird die von dem Leben der Haifischmade Smeik erzählt. Moers findet aber jedes mal einen sehr gelungenen Weg in die eigentliche Geschichte zurück, es ist so als unternehme man in der Geschichte einen kurzen Ausflug und kehrt dann in sie zurück. Toll.
Neben den zahlreichen und gut beschriebenen Kämpfen enthält das Werk auch eine sehr schöne Liebesgeschichte, wirklich toll, mehr sage ich an dieser Stelle nicht dazu!
Wer den Blaubär gelesen hat und ihn mochte, dem wird es bei Rumo genau so gehen, zumal ein Bereich von Zamonien vorgestellt wird, der einem bis dato völlig unbekannt war - Untenwelt.

Kurzer Abriss der Story:
Wolpertinger können sich in zwei Richtungen entwickeln: Entweder sie bleiben wilde Kreaturen, die in Wäldern hausen, jagen und kämpfen, oder sie entscheiden sich irgendwann für den aufrechten Gang und das Erlernen der Sprache.
Rumo ist noch ein Wolpertingerwelpe, der behütet und geliebt auf einem Bauernhof bei Fhernhachenzwergen aufwächst (gut die Hofgans ist nicht gerade begeistert von ihm). Als er sich eines Tages für das Gehen auf zwei Beinen entscheidet, ist niemand da, der ihm seine Bewunderung ausdrücken kann. Er macht sich also auf die Suche nach seinen Zwergenfreunden und muss entdecken, dass diese bereits von Teufelszyklopen zum Verzehr und Abtransport in Säcke gestopft wurden. Rumo ist noch zu jung, um zu verstehen, was da vor sich geht und wird ebenfalls von den Zyklopen auf ihre schwimmenden Teufelsfelsen verschleppt. Neben all dem anwesenden und verängstigtem Lebendfutter in der Vorratshöhle macht Rumo eine, für sein weiteres Leben, prägende Bekanntschaft.

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(Ich verschlinge seine Werke ja gerade)

Wilde Reise durch die Nacht
Dieses Buch aus dem Jahre 2001 ist nicht, wie Moers' andere Werke, von ihm selbst illustriert, sondern enthält 21 Holzstiche des französischen Künstlers Gustave Doré, die dieser zu verschiedenen Werken geschaffen hatte (u.a. The Raven von Edgar Allan Poe, Don Quichote und die Bibel) und die die Grundlage der erzählten Geschichte bilden. Der Künstler ist auch die Hauptfigur des Romans, den Moers als eine Hommage an Doré bezeichnete.
Infos zu Doré: klick mich

Kurz die Handlung:
Der zwölfjährige Gustave reist als (eigentlich nautisch völlig unwissender) Kapitän des Schiffes "Aventure" durch die See. Auf dieser beschaulichen Reise gerät er in die schlimmst mögliche Naturkatastrophe auf See. Den siamesischer Zwillingstornado. Dieser / Diese reissen sein Schiff mitsamt der Mannschaft wirbelnd in die Höhe. Als der Sturm vorübergezogen ist, findet sich Gustave als einziger Überlebender in seinem rampunierten und sinkenden Schiff wieder. Jedoch ist er nicht alleine, der Tod in Person und seine Schwester Dementia würfeln um seine Seele. Diese soll dann in der Sonne verbrannt werden, damit deren Licht erhalten bleibt. Doch Gustave ergibt sich nicht so einfach in sein Schicksal (was ja auch eine recht langweilige Geschichte gewesen wäre), denn sein größter Traum ist es, ein großer Künstler zu werden. Daraufhin schließt der Tod mit ihm einen Handel ab, wenn es Gustave gelingt, in einer Nacht sechs Aufgaben zu lösen, würde er verschont.

In der Geschichte wimmelt es wie gewohnt von genial-witzigen Figuren und Charakteren und die Reise des jungen Helden ist alles andere als überraschungslos.
Jedoch habe ich ein wenig Moers übliche Ausschweifungen vermisst, sie kommen natürlich vor, ohne sie wäre ein Moers Werk nicht denkbar, jedoch lässt die Seitenzahl dafür weniger Spielraum als gewohnt. Ich fande es recht schade, er hätte aus der Geschichte auch gut einen dicken Schinken a la Rumo machen können. Mir hätts besser gefallen.
Für Moers Fans eine lohnenswerte Geschichte, Neueinsteigern würde ich auf jeden Fall eher den Blaubär empfehlen.

Hier eine Lese- und Hörspielprobe: Bitte schön

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Dann berichte mal wie du es fandest!
Am Wochenden habe ich "Der Fönig" von Moers als Hörbuch, eher Büchlein, gehört und fand es, na ja, nicht so berauschend. Spielt nicht in Zamonien, sondern in einer fiktiven monarchistischen Zeit. Es ist einen Kurzgeschichte über einen König der ein Gestz erlassen hat, nachdem jedes K als F ausgesprochen werden muss und dem ein Krieg mit Frankreich droht. Der Fönig verfügt jedoch über keine Armee und würde am Tage des Kriegsbeginnes am liebsten auf den Flohmarkt gehen, kiffen und seine Fönigin beglücken... ob daraus was wird lass ich mal offen.
Ich fande es eher enttäuschend obwohl sie schon witzig gemacht ist.
Eher etwas was man sich in eienr Bücherei ausleihen sollte statt zu kaufen.

P.S. Dirk Bach liest mal wieder genial!
 
Ich habe vor ein paar Tagen "Schreksenmeister" zuende gelesen.
Leider waren einige Stellen vorhersehbar, was aber nicht unbedingt am Schreibstil liegt. Ich hatte irgendwie häufig im Gefühl, was als nächstes passiert, so wie auch schon bei "die dreizehneinhalb Leben des Käpt'n Blaubär".
Das macht Walter Moers dann aber durch ein paar unberechenbare Charaktere, wie den Stollentroll und die Ledermäuse, und tolle Beschreibungen wett. Dabei wird er nach meinem Geschmack nie zu pingelich und lässt das Unwichtige weg, was die Romane angenehm zu lesen macht.
Zum "Schreksenmeister":
Wundervolle Charaktere! Sowohl die Schrekse, Floria, Fjodor F. Fjodor und natürlich Echo als auch die weiße Witwe, der Schreksenmeister und das gekochte Gespenst haben eine Persönlichkeit voller Details und Eigenarten.
 
Aufgrund der Schrekse nehme ich an des der "Schreckensmeister" ein zamonischer Roman ist *freu* Magst du vielleicht noch was zur Story sagen und trifft man ev. auch alte Bekannte wieder? Er ist im "Original" aber nicht von Mythenmetz oder?
 
Ja, spielt in Zamonien ^^
Wegen alten Bekannten weiß ich jetzt nicht, hab vorher aber auch nur eín Buch von Moers gelesen :zwinker:
Es geht im Kern um das kleine Krätzchen Echo (supersüß! nicht nur der beschreibene, auch der Gezeichnete). Kratzen sind Katzen, die sprechen können, sehr selten. Echo lebt in der kränkesten Stadt Zamoniens, in Sledwaya. Alle Bewohner dieses Ortes leiden unter irgendwelchen Krankheiten, die durch die giftigen Gase aus dem Labor des Schrecksenmeisters ausgelöst werden. In den Straßen stinkt es nach Eiter, Blut, Schweiß und Gift, es gibt eine Mullbindenweberei und ganze Straßen voller Apotheken. Als Echos Frauchen stirbt, muss das Krätzchen auf der Straße leben. Völlig ausgehungert, begegnet es eines Tages dem Schrecksenmeister, Succubius Eißpinn, der mit ihm einen Vertrag schließt: Er wird das Tier bis zum nächsten Schrecksenmond (Vollmond) durchfüttern und verwöhnen mit kulinarischen Höhepunkten, als gegenleistung darf er das Fett aus ihm auskochen. Denn er sammelt schon sein ganzes Leben lang Fette aller möglichen Tiere von Zamonien, in denen er flüchtige Substanzen wie den letzten Atemzug einer Kreatur oder Friedhofsgas.
Essen und Liebe, zwei Dinge, denen in diesem Roman eine sehr große Bedeutung zukommt. Aber ich will nicht zuviel verraten.
Der Schreksenmeister ist ein kulinarisches Märchen von Gofild Letterkerl, neu erzählt von Hildegunst von Mythenmetz und aus dem zamonischen "übersetzt" und illustriert von Walter Moers.

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Das krätzchen Echo
 
Ach, klingt das gut! Vielen Dank für die gute Beschreibung, es ist auf meiner Liste der noch zu lesenden Bücher deutlich weiter vorgerückt.

P.s. Kommen in dem Buch mythenmetzsche Abschweifungen vor? (Wenn ja hätte da auch gestanden das es eine solche ist)
 
Zuletzt bearbeitet:
Öh... glaub schon^^
Moers schrieb im Nachwort, dass er die Seitenlangen Beschreibungen von Fiberthermometerständen und sonstigen Krankheiten etwas gekürzt hat^^
 
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